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Rüdiger Lotter - Künstlerischer Leiter

 

Rüdiger Lotter

 

Seit 2009 ist Rüdiger Lotter Künstlerischer Leiter der Hofkapelle München.

 

Als einer der interessantesten und vielseitigsten Barockgeiger seiner Generation macht er sich inzwischen auch als Dirigent einen Namen im Bereich der historischen Aufführungspraxis.

 

So dirigierte er Ende 2014 beim Festival des Westdeutschen Rundfunks in Herne, den „Tagen der alten Musik“ in einer umjubelten Aufführung die Oper „Orfeo“ von Chr. W. Gluck. Ebenso enthusiastisch reagierte Publikum und Presse auf zwei von Rüdiger Lotter geleiteten Arienabende mit dem Sopranisten Valer Sabadus im Opernhaus Düsseldorf und im Prinzregententheater München.

 

Seine Interpretation der Brandenburgischen Konzerte, die er mit seinem Orchester, der Hofkapelle München für Sony Music 2013 vorlegte, wurden von der Fachpresse mit Lob überschüttet. Die Zeitschrift „Fonoforum“ befand dazu: „Lotters Interpretationen dieser Klassiker atmen den Geist unserer Zeit und lassen sich mühelos an den Leuchtturm-Produktionen vergangener Jahre messen. […] Man weiß gar nicht recht, was man als musikalischen Höhepunkt dieser Produktion herausstellen soll.“

 

Von 2011 bis 2014 war Rüdiger Lotter künstlerisch verantwortlich für die Barockproduktionen mit dem Orchester der Ludwigsburger Schloßfestspiele. Seit 2013 wird Rüdiger Lotter auch vom Festival „Styriarte“ in Graz regelmässig eingeladen, um mit dem dortigen Orchester zu arbeiten. Im Rahmen der Reihe „Klassik heute“ leitete Rüdiger Lotter 2010 das Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks. 2009 holte ihn die bekannte Bühnenbildnerin und Regisseurin Anna Viebrock für eine Produktion als musikalischen Leiter an das Schauspielhaus Basel. Im gleichen Jahr wurde er von John Neumaier an die Staatsoper Hamburg eingeladen, um dort als Solist bei der Premiere der Ballettkreation „Orpheus“ mitzuwirken. Als künstlerischer Leiter der Hasse-Gesellschaft München setzt er sich zudem intensiv für die Wiederentdeckung des Werks von Johann Adolph Hasse ein. 2011 wurde auf seine Initiative hin Hasses Oper „Didone Abbandonata“ im Münchner Prinzregententheater wieder aufgeführt.

 

Als Solist oder mit seinem Kammerensemble Lyriarte tritt er regelmäßig bei allen wichtigen Festivals im deutschsprachigen Raum auf. Auch seine bei Oehms-Classics erschienenen Solo-CDs wurden von der internationalen Fachpresse begeistert aufgenommen. Seine aktuelle Einspielung der Solosonaten von Johann Sebastian Bach würdigte der Westdeutsche Rundfunk als derzeit interessanteste Interpretation auf dem Markt. Und „The early music review“ urteilt: „His Bach is among the best I have ever heard; I have put off writing this review, hoping sufficient words would occur to me to convey what it is that is so striking“.

 

Für seine CD „Biber- Berio“, für die er Irvine Arditti als Kammermusikpartner gewinnen konnte, erhielt Rüdiger Lotter nicht zuletzt aufgrund der innovativen Programmkonzeption ein großes Medienecho. Er erhielt mehrere Auszeichnungen, so beim renommierten Wettbewerb „Premio Bonporti“ in Rovereto (Italien) und beim internationalen Heinrich-Schmelzer- Wettbewerb in Melk (Österreich). 2007 war Rüdiger Lotter Gastprofessor an der Hochschule für Musik Trossingen.